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Die Etappen der Gründung eines europäischen Binnenmarktes seit 1951: Erfolg einer ökonomischen Europa ohne erfolgreichen politischen Integrationsstrategien?
Exposé - Sciences politiques - Auteur : arsenelupin14
Der Tag wird kommen, an dem die Kugeln und Bomben ersetzt werden von den Abstimmungen der Völker, von dem allgemeinen Wahlrecht, von dem ehrwürdigen Schiedsgericht eines großen, souveränen Senats, der für Europa das sein wird, was heute das Parlament für England, die Nationalversammlung für Deutschland und die Versammlung für Frankreich ist!
Victor Hugo (1849 )
In der heutigen Situation hat man oft den Eindruck, dass die europäische Integration ein Phänomen des so besonderen XX Jahrhundert wäre. Tatsächlich sind die Ambitionen von der Gründung eines europäischen Integrationssystems nicht plötzlich nach dem Ende des zweiten Weltkriegs aufgetreten, wie diese berühmte Ansatz Victor Hugos es zeigte. Schon 1620 hatte der französische Regierungschef duc de Sully über eine gemeinsame Regierung Europas überlegt, was 1795 Immanuel Kant in seinem Buch Über den ewigen Frieden in einer globalen Föderation in Europa definierte, die über gemeinsame Gesetzsysteme basiert werden sollte. Ein Jahrhundert später beabsichtigte 1924 die Paneuropa-Bewegung von Richard Coudenhove-Calergi, die Gründung einer europäischen Gemeinschaft, mit präzisen Projekten.
Hinsichtlich dieses glänzenden Erbe, scheint jedoch die ab 1950 von den westeuropäischen Regierungen eingeführte und unterstützte Integration, eine Besonderheit zu besitzen, bzw. den effektive Vorrang der ökonomischen Aspekte über die politische Projekte . Dies wurde von Anfang an der Rede von dem französischen Regierungschef Robert Schuman klar gestellt, indem er 1950 die neu gegründete Montan-Union als ein erster Schritt in dem Weg einer europäischen Gemeinschaft bezeichnete. Ferner lag in dieser Rede die Qualifizierung einer Methode, die über die Integration Europas dominant bleiben sollte, bzw. das von Jean Monnet konzipierte „spill over“. In der Hinsicht Monnet würde kohärent die europäische an konkreten ökonomischen Verbindungen lagern, die nur folglich politischen gemeinsamen Maßnahmen erlauben konnten.
Obwohl diese Neofunktionalismus in drei Aspekte sich beschreiben lässt (ökonomische „spill over“, funktional „spill over“ und politische „spill over“ ), muss man feststellen, dass die ökonomische Integration seit 1951 bedeutende Erfolge fast konstant erkannt hatte, hat sich aber gegensätzlich die politische Integration deutlich langsamer entwickelt. Da die anderen Integrationstheorien, bzw. Funktionalismus oder Intergouvernementalismus, auch diese Tendenz zur ökonomischen Prägnanz der europäischen Integration nicht zugunsten einer politischen Integration umkehren oder wieder ausgleichen konnten, muss man sich fragen, worum diese fundamentale Ambivalenz der Integration geht.
Woran lässt sich die Unausgewogenheit der europäischen Integration erklären? Sind die Etappen der Gründung des Binnenmarkts eine Hindernis zu der Bearbeitung eines politischen Projekts? Sind die aktuellen Spannungen innerhalb der EU eine Folge dieser relativen Abwesenheit von einem politischen Ehrgeiz?
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